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Aconcagua (6962m) - 11.01.09
Aconcagua - Bildergalerie
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Gipfelmosher aufgepasst! Hier kommt die Schtory vom Aconcagua!
Nun ja, wie das Höhenbergsteigen nun mal so ist, ist es eben meistens
mit viel Schinderei verbunden. Beim Aconcagua hat man sogar geschafft,
das ganze zu maximieren.
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Als erstes bin ich am 24.12.2008 gestartet und
man verbringt natürlich sein Weihnachten im Flugzeug und das für ganze
17 Stunden + Aufenthalt in Frankfurt, Madrid und Santiago de Chile. Als
nächstes war der Körper natürlich voll auf Winter eingestellt und als
man in Mendoza (Argentinien) aus dem Flugzeug steigt fließt die Brühe
einfach nur so an einem herunter. Daraufhin darf man erstmal noch ein
Permit beim Tourismusverband abholen und für die Schinderei noch ein
paar hundert Dollar auf den Tisch legen, damit man überhaupt die
Erlaubnis für das selbstzerstörerische Tun bekommt.
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Am Berg selbst
begnügt man sich dann auch nicht jede Strecke nur einmal hoch und
anschließend wieder herunter zu gehen sondern geht jede Strecke
mehrmals, sonst wäre das ganze ja gar nicht interessant. Speziell
während meiner Zeit am Berg hatte ich den Eindruck bekommen, der Berg
wolle mich mit seinen häufigen Schlechtwettereinbrüchen regelrecht
vertreiben. Einmal hat mir ein Gewitter wirklich heftig zugesetzt und
ich war heilfroh dass ich noch mal ins Zelt zurückkehrend durfte an
diesem Tag. Im zweiten Anlauf war das Wetter dann endlich etwas
gnädiger. In der Nacht vor dem Gipfeltag konnte ich auf ca. 6000m ü.n.n.
ziemlich gut schlafen, wohl etwas zu gut, denn ich überhörte wohl auch
meinen Wecker.
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So bin ich erst um 8 Uhr zu den letzten 1000 Höhenmetern
aufgebrochen. Die Tage davor hatte ich mich wahrscheinlich noch nicht
genug geschunden, denn irgendwie fühlte ich mich topfit und konnte
bereits nach kurzer Zeit die meisten Bergsteiger, die 1-2 Stunden vorher
aufgebrochen waren, überholen. Auf der Traverse (auf ca. 6500m)
unterhalb des Gipfelaufbaus hat der Wind zwar noch mal alles gegeben um
mich vom Berg zu pusten, als er jedoch gesehen hat, dass ich mich nicht
von meinem Tun abbringen lassen wollte, da ist er schließlich abgeflaut
und hat mich ziehen lassen. Die letzten 200 Höhenmeter hatte ich
allerhand damit zu tun, für genügend Sauerstoff im Körper zu sorgen.
Aber dann, nach ca. 5 Stunden und 15 Minuten, hatte der Masochismus
schließlich ein Ende. Ein sich ganz klein fühlender Miche stand auf
6962m, auf dem höchsten Berg Amerikas. Es hatte kaum Wind, es war,
relativ gesehen, warm am Gipfel (ohne Handschuhe) und die Aussicht war
grandios. Das war also die Belohnung für die Schinderei und ich muss
sagen, es hat sich wirklich gelohnt!!
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Nach 20 Minuten am Gipfel ging die Tortur dann wieder von neuem los:
2600m Abstieg, zwischendrin Zelt abbauen (dort hat es dann auch wieder
angefangen zu schneien) und einen Tag darauf das komplette Horcones Tal
hinauslaufen und zwar fast ohne Trinkwasser, da am Morgen mal wieder das
Fass, aus dem man das Wasser bekommt total eingefroren war.
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Wenn man
letztendlich wieder in Mendoza ankommt und einem die Brühe herunter
läuft, bleibt einem wenigstens noch das Bier in der Jugendherberge und
so hatte ich dann noch einen lustigen letzten Abend mit einigen
Argentiniern, auch wenn ich am Morgen vor dem Abflug nicht in meinem
Zimmer, sondern in der Eingangshalle der Herberge aufgewacht bin. Noch
leicht angeschlagen vom Vorabend ging es letztendlich wieder auf die
lange Reise nach Frankfurt, wo ich am 16.01.2009 einigermaßen
wohlbehalten angekommen bin, was jedoch nicht für mein Gepäck zutraf
(Inzwischen ist es auch gut angekommen).
Miche
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